Träumer sein. Träumer bleiben.

Wenn man Träume ausspricht werden sie manchmal wahr. So war es mit mir und meinen Traum einmal um die Welt zu reisen. Eigentlich geistert dieser Gedanke schon seit Jahren durch meinen Kopf, aber irgendwie hatte ich ihn nie konkret formuliert und vielleicht gab es im besten Fall auch andere Prioritäten in meinem Leben….

Ich hab mich im klassischen Hamsterrad befunden und war unglaublich aktiv. Was ich alles an einem Tag geschafft hab damals. Zur Arbeit fahren (1 Weg=1 Stunde 20 Minuten), nach Haus, Gitarrenunterricht und noch Stand up Paddeln auf dem Kanal, danach noch mit einer Freundin treffen. Nicht selten waren meine Tage so vollgepackt, dass ich abends tot ins Bett gefallen bin. Dass das vielleicht alles etwas viel sein könnte habe ich schon manchmal gemerkt wenn ich zitternd eine Parcoursbesichtigung gemacht hab ( das macht man vorab ohne Pferd um zu schauen wo man herreiten muss),weil ich so angespannt war und mein Kopf voller Dinge an die ich denken musste. Ich hatte aber trotzdem nicht das Gefühl, dass ich irgendetwas verändern sollte. Gedanken an eine Reise kamen natürlich immer mal auf. Vorallem wenn der Streß zu viel wurde und ich mich nach eine Auszeit sehnte.

Aber als ich aber von meinem ersten richtigen Rucksack-Trip in Thailand mit meinen 4 besten Freunden zurück kam war mir klar: Das will ich wiederholen. Diese Freiheit einfach nochmal erleben, aber dann nicht nur zwei Wochen sondern länger. Nichts vorher buchen und einfach treiben lassen. Irgendwann habe ich das dann auch einfach ausgesprochen und einige sagten: “Ja das will ich auch, aber das geht ja nicht.” Das konnte ich einfach nicht länger so stehen lassen und sagte mir “ doch das geht. Ich will das und dann geht das.” und ich hatte es noch nicht ganz ausgesprochen, da saß ich schon mit meiner besten Freundin Nicole auf meinem Balkon und wir schmiedeten konkrete Pläne.

Hürde 1: Wie sage ich es Familie und Freund, dass ich für drei Monate weg bin?

Hürde 2: Wie klappt das mit meinem Job?

Hürde 3: Wie krieg ich das finanziert?

Alle drei Hürden waren sehr viel leichter zu nehmen als man vorher gedacht hatte. Es bestätigt nochmal: wenn man etwas wirklich will, klappt das auch. Man muss vielleicht Abstriche machen, aber der Traum kann Wirklichkeit werden.

Knapp 6 Monate später stehen Nicole und ich mit unseren Rucksäcken in Frankfurt am Flughafen um unser Abenteuer Weltreise für 3 Monate zu leben. Unsere Anfangs erträumte Route mussten wir etwas einkürzen, aber mit dem Ergebnis waren wir mehr als happy.

Costa Rica- Panama- Los Angeles- Tahiti- Neuseeland- Australien- Singapore- Myanmar und zurück über Singapore nach Frankfurt.

Jedes Land hat mich auf seine Art beeindruckt, geprägt und verändert. Einige mehr gefordert, andere mehr verwöhnt.

Natürlich konnte ich nicht mir nicht ewig das Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit bewahren, aber ich weiß, dass ich immer wieder an den Platz in meinem Kopf zurückkehren kann. Und nicht nur das. Ich weiß, dass ich einfach aussteigen kann wenn ich will. Loslassen vom Alltag und vom Streben nach mehr. Das beruhigt. Ich zehre noch heute von meiner Reise. Erinnerungen sind das Wertvollste Geschenk was wir haben und die Zeit hat mir Tausende geschenkt. Ich werde für immer dankbar sein, dass ich das erleben durfte. Irgendwie auch konkret dankbar an mich selbst, dass ich mir das ermöglicht habe- ist man selten, oder?

Ich hoffe irgendwann kann ich nochmal so einen langen Trip machen. Dann vielleicht zusammen mit meiner kleinen Tochter.

Meinen ausführlichen Reisebericht findet ihr unter pia travels

Bald gibt es den überarbeiteten Bericht auch auf Trip around the world

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