Rückblick: Sonnige Grüße aus Peru

Originaldatum: 21.02.2015

Irgendwie habe ich es seit der Weltreise nicht mehr geschafft in meinem Blog zu schreiben. Obwohl ich seit meiner Rückkehr schon wieder viele spannende und schöne Trips erleben durfte, habe ich nicht die Zeit gefunden diese auch aufzuschreiben….das bereue ich jetzt schon etwas. Ich habe so oft schon meine alten Beiträge gelesen und mich wieder zurück an die Strände von Australien, in den Dschungel von Costa Rica, in die Temple von Myanmar, in die Einsamkeit von Neuseeland und in das bunte Treiben von Panama geträumt. Mit den Bildern und Zeilen als Hilfe wird alles wieder so greifbar, und vor meinem inneren Auge fast wieder Real. Also habe ich mir vorgenommen diesen Trip wieder etwas mehr zu dokumentieren.


Ich schreibe gerade von der Hotel Terrasse in Lima. Erk und ich sind gestern Nacht um 01:00 nach einer verdammt langen Anreise angekommen und während er das erste business Meeting abhält, habe ich endlich mal Zeit alte emails zu checken und mich mit meinem Blog wieder vertraut zu machen. Ich hatte sogar allen ernstes mein Passwort vergessen! Unglaublich, in den 3 Monaten auf Reise wusste ich es im Schlaf!

Ich habe nach der Reise so viel positives Feedback zu meinem Blog bekommen, das war echt unglaublich! Es hat mich so gefreut zu hören, dass ich mit den Berichten echt Freude ausgelöst habe und mir gesagt worden ist, dass sie sich zwar gefreut haben, dass ich wieder da bin, aber dass Ihnen meine Berichte fehlen. Ein super Kompliment für mich. Ich weiß nicht, ob dieser Trip auch so viel Geschichten hergibt zum Schreiben, aber ich habe mir einfach überlegt, dass ich vielleicht auch ein paar Flashbacks meiner alten Trips einbauen werde. Mal schauen ob das klappt.

Die Anreise war zwar lang aber eigentlich ganz ok. Los ging es von Frankfurt aus. Nach einem kleinen Frühstück wollte ich dann auch mal langsam Richtung Gate laufen. Erk aber natürlich entspannt wie immer, wir haben ja noch Zeit. Da war es 8:45. um 9:00 sollte das Boarding starten. Ich habe noch gesagt: „Ok, aber ich habe keine Lust nachher wieder rennen zu müssen. Immer muss ich rennen, wenn ich mit dir am Flughafen bin. “ Und natürlich war es diesmal auch nicht anders. Erst nur etwas stramm laufen, dann die letzen Abschnitte wieder rennen. Aber da Erk es unheimlich witzig findet, wie es aussieht wenn ich mit Rucksack rennen muss, glaube ich langsam, dass er es extra macht. Als wir fast den Flug in London nach Barbados verpasst haben, und wir quer durch den ganzen Flughafen rennen mussten, konnte Erk vor Lachen fast nicht mehr weiter laufen, weil ihm da aufgefallen ist, wie lustig das bei mir aussieht. „Wie eine Marionette mit wackelndem Kopf und hüpfenden Gang“. Miese Unterstellung würde ich sagen.
Außer Atem und auf den letzten Drücker erreichen wir das Gate. Freude! Wir fliegen mit dem großen Airbus 380 von Lufthansa und haben einen Platz zwischen uns frei. Alles ist neu und es gibt richtig gemütliche Kissen und Decken. Wir könnten nicht widerstehen und haben beide unser Kissen am Ende des Flugs eingepackt …. BÖSE, aber wie sich später rausstellen sollte eine geniale Idee, denn bei American Airlines ist der Komfort im unteren Bereich und die Kissen eher elektrisierende Plastik-Tücher als gemütliche Kuschelkissen.
Den leichte Gestank der Inderin in der Reihe neben uns legt sich, da sie sich direkt nach dem Start hingelegt und sich nicht wieder bewegt bis zur Ankunft in Houston. Top! Der Flug ist smooth und gemütlich. Das Service-Personal ist super nett und die fast elf Stunden vergehen echt schnell.
In Houston angekommen müssen wir durch die Einreise – Kontrolle in die USA. Was für ein riesen Schwachsinn bei einem stop over. Wir bzw. ich, da Erk bei den residents durchgehen kann, brauche ewig um da durch zu kommen. Dann noch das Gepäck abholen, der zweite riesen Quatsch, dass man das nicht durchchecken kann, und dann noch mal durch Security und Check After Check bis wir dann feststellen als wir die Koffer wieder abgeben können, dass wir noch 30 Minuten bis zum Abflug haben. What the fuck? Wir hatten doch ca 4 Stunden stop over. Also wieder stramm laufen bis lockeres rennen zum Gate. Same Same.
Übrigens wir haben bis dahin schon Erks Ticket und seine Headphones verloren und von vornherein meine Kopfhörer und den Doppelstecker vergessen. Ticket ist aber kein Problem, weil wir am Gate schon mit „ah die Lufthansa People“ begrüßt werden und natürlich noch mal eingecheckt werden müssen, obwohl wir in Frankfurt schon das Ticket bekommen haben. Man kann es auch einfach kompliziert machen. Da die Leute aber super entspannt sind, und sich beim boarden schön viel Zeit lassen (fühle mich jetzt schon wie in South America) können wir uns noch ein paar Snacks für den Flug besorgen.
Der Flieger ist proppevoll und natürlich sitzt hinter uns eine Frau mit zwei kleinen Kindern (1 1/2 Jahre und 9 Monate). Der Größere fängt schon vor dem Start an mit seinen Füßen in meinen Sitz zu treten und sein Spielzeug Auto auf meinem Kopf fahren zu lassen. Nice!! Das werden schöne 6 Stunden nehme ich an. Die Mutter ist echt nicht zu beneiden. Der Säugling liegt mal kurzfristig auf dem Boden und die Stewardess macht sie freundlich darauf aufmerksam, dass der Kopf vielleicht lieber nicht auf dem Gang liegen sollte, weil sonst ja jemand drauf treten könnte???Was????
Soviel ich mitbekomme sind die beiden aber ruhig. Aber ich habe auch meine Noise-Cancelling phones auf und schaue den ersten Film auf höchster Lautstärke. Die Mutter ist sehr entspannt. Irgendwann als ich wieder was auf den Kopf kriege schreitet sie aber zum Glück ein, und macht ihn darauf aufmerksam, dass ich ja schlafe. Hallo? Auch wenn ich nicht schlafe kriege ich nicht so gerne Autos auf den Kopf geschlagen. Erk schläft die 6 Stunden fast durch. Zum Ende des Fluges kriege ich noch mal eine Rückenmassage in Form von massiven Tritten, aber ich hatte es schlimmer erwartet.
Jetzt bin ich aber auch echt etwas matschig und sehne mich nach einer Dusche und einem Bett. Immigration und Koffer abholen. Funktioniert ganz flott, so dass wir nach einer 45minütigen Taxifahrt (zum Glück habe ich das Kissen dabei und kann schon mal schlafen) im Hotel angekommen. Wir bestellen Room-Service und nach der Dusche und warmen Essen geht’s mir schon wieder richtig gut. Wir gucken noch etwas PINK live in Concert bevor uns die Augen zufallen. Ist ja auch schon fast 2:30 Uhr.
Morgens hat Erk sein erstes Meeting und ich chille noch etwas länger auf dem Zimmer, bis ich dann auch dazu stoße. Das Thema „super Food“ ist hier schon total verinnerlicht. So gibt es Smoothies mit Quinoa und Maca und Jogurt mit Lucuma ganz normal auf der Speisekarte. Es gibt sogar extra gekennzeichnete „healthy options“ auf der Karte und frische Säfte.

Ja und jetzt sitze ich hier in der Sonne und schreibe euch. 🙂
Gleich geht’s ab einen Bioladen besuchen und dann weiter eine Fabrik eines Lieferanten anschauen….dann startet das Abendprogramm.

Peru- Let’s get this Party started

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